Sprossenfenster Berlin

Sprossenfenster in jeglicher Ausführung werden in den letzten Jahren insbesondere als Designelement wieder entdeckt. Neben den vielfältigen Bauformen von Sprossen ist auch der historische Hintergrund spannend und interessant. Im Prinzip aus der Not heraus geboren, gehören sie nicht erst in unserer Zeit zu beliebten Design-Gestaltungen von Fenstern und Türen und dadurch von ganzen Räumen und Gebäuden.

Nachfolgend informieren wir Sie über die verschiedenen Arten von Sprossenfenstern, Unterschiede bei den Preisen und natürlich auch, wie Sie in und um Berlin speziell für Ihre persönlichen Anforderungen die beste Qualität von Sprossenfenstern bekommen.

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Historischer Hintergrund zu Sprossenfenstern

Der Hausbau ist eine der ältesten menschlichen Errungenschaften, die spätestens seit dem sesshaft werden der ersten Jäger und Sammler immer weiter verfeinert wurde. Irgendwann war den Menschen aber ein reiner Wetterschutz nicht mehr genug. Man wollte auch wissen, was vor dem Gebäude vor sich ging – und sei es nur ein spaltbreiter Schlitz zum Verteidigen.

Im Lauf der Zeit bekamen diese Öffnungen dann durchscheinende Tierhäute als Witterungsschutz, sodass auch die wohlige Wärme nicht so schnell entweichen konnte. Wie vieles andere auch, vollzog auch das Fenster einen wahren High-Tech-Sprung unter der fortgeschrittenen Kultur der Römer.

Rom und die Vorläufer unserer heutigen Sprossenfenster

So fanden Archäologen zahlreiche Butzenglas-Scheiben, die bei den Römern bereits als Fensterglas Anwendung fanden. Die kleinen runden Glasstücke wurden über Bleifassungen miteinander verbunden und zu einem Fenster vereint. Doch der Niedergang des Römischen Reiches brachte für Europa zunächst die auch Dunkle Zeit genannte Ära.

Dieser Begriff ist mehr als passend, denn nahezu alle Zivilisationserrungenschaften der Römer gingen zunächst unwiederbringlich verloren – so auch das Wissen um Glas als Fenster. So ging es erst wieder zurück zu Tierhäuten und Pergament. Für große Sakralbauten wurden Alabastersteine oder Marmor dünn geschliffen, sodass sie durchscheinend wurden.

Von der Butzenscheibe zum Sprossenfenster

Erst im 13. Jahrhundert, also mindestens 1.000 Jahre nach dem Niedergang des römischen Weltreichs, wurde nachweislich wieder Glas verwendet. Auch dieses Mal waren es wieder Butzenscheiben, die an Sakralbauten verwendet wurden. Selbst Jahrhunderte später, mit dem Einsetzen der Industrialisierung ab ungefähr 1700, war es trotz des greifbaren Fortschritts immer noch nicht möglich, große Glastafeln zu fertigen.

Immer noch waren die Tafeln in ihren Dimensionierungen begrenzt. Also wurde das Prinzip der Butzenscheiben wieder aufgegriffen, nur dass nur einheitliche, rechteckige Glasscheiben verwendet werden konnten. Um die Fensterflächen zu vergrößern, wurden nun Sprossen zwischen den einzelnen Glastafeln gesetzt.

Vom Nutzwert zur Kunstgestaltung war es nicht mehr weit

Es sollte nicht lange dauern, bis diese Technik auch als stilprägendes Element entdeckt wurde. So erlebten Sprossenfenster zur Zeit des Jugendstils, auch als Art nouveau bezeichnet, ihre absolute Hochzeit. Historische Fenster aus dieser Epoche um die Jahrhundertwende von 19. zum 20. Jahrhundert erzielen Spitzenpreise von bis zu 2.000 Euro – pro Quadratmeter, versteht sich. Im 20, Jahrhundert waren sie dann vornehmlich für Industriegebäude wie große Lagerhallen und Fabriken wichtig. Schließlich waren kleine Fensterscheiben aufgrund der niedrigeren Herstellungsanforderungen deutlich günstiger.

Sprossenfenster neu entdeckt

Erst nach der Jahrtausendwende bekamen Sprossenfenster wieder eine zunehmende Verbreitung bei Wohn- und Privatgebäuden. Inzwischen sind sie als ein abermals stilprägendes Element vollständig rehabilitiert. Jedoch sind die Kostenverhältnisse heute etwas verschoben. Aufgrund des höheren Arbeitsaufwands und auch abhängig von der Materialverwendung für die Sprossen sind „echte“ Sprossenfenster ausgesprochen kostspielig geworden.

Aufgrund dieses Umstandes, und weil ja große Fensterscheiben nun ebenfalls möglich waren, wurden bald kostengünstigere Alternativen erfunden. So können Sprossenfenster heute in drei Kategorien unterteilt werden:

  • die echte Sprosse, auch „glasteilende“ Sprosse, da sie verschiedene Glasscheiben miteinander verbindet
    Helima-Sprossen, Sprossen zwischen zwei (Verbund-) Glasscheiben
    Wiener Sprossen: auf eine Glasscheibe aufgetragene Sprossen
Echte, glasteilende Sprossen

Die echte Sprosse bedeutet natürlich einen enormen Aufwand an exakter Arbeit. Entsprechend bewegen sich die Preise für die glasteilenden Sprossen im oberen Bereich. 350 bis 500 Euro je Quadratmeter kann der Preis ausmachen. Historische Sprossen beginnen bei rund 1.000 Euro, können aber wie bei Jugendstilfenstern deutlich darüber liegen.

Die Wiener Sprosse

Gefolgt werden diese Sprossen von den Wiener Sprossen oder „unechten“ Sprossen. Diese werden auf das Glas aufgeklebt oder anderweitig befestigt. Oftmals beidseitig, sodass ein täuschend echter Effekt einer glastrennenden Sprosse entsteht. Da auch diese Sprossen mit einem relativ großen Arbeitsaufwand versehen sind, kann der Quadratmeterpreis immer noch um die 200 Euro betragen.

Die Halima-Sprosse

Der Aufschlag für zwischen zwei Scheiben integrierte Halima-Sprossen beläuft sich auf ungefähr 50 bis 75 Euro. Diese Sprossen sind oftmals verchromt, aus Edelstahl gefertigt oder pulverbeschichtet oder anderweitig aufwendig lackiert oder bearbeitet.

Sprossenfenster-Stilrichtungen

Bei den Stilen gibt es nahezu nichts, was mit Sprossenfenstern nicht möglich wäre. Die Möglichkeiten reichen vom historischen Jugendstilfenster über das landhaustypische Sprossenfenster oder den bayrisch-rustikalen Holzsprossen-Stil bis hin zu modernen Interpretationen, die ebenfalls von filigran bis massiv reichen können. Außerdem können auch Oberlichter an Türen und Fenster entsprechend ausstaffiert werden.

Weitere Glasaufschläge

Nicht zu vergessen sind aber auch noch die Aufschläge für andere Glaseigenschaften, wie zum Beispiel Sicherheitsglas oder hochdämmendes und absolut luftdichtes Isolierglas für Niedrigenergiehäuser.

Ihr kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um Sprossenfenster

Damit Sie den Überblick nicht verlieren, vor allem aber, dass Sie nicht mit überzogenen Preisen oder einer schlechten Fensterqualität zu tun haben, ist eine vertrauensvolle Beratung auch bei der Wahl von Sprossenfenster außerordentlich wichtig. In und um Berlin bieten wir Ihnen diesen Service umfangreich und unverbindlich.

Selbstverständlich behandeln wir mit Ihnen zusammen auch Themen wie Fördermittel, die Energieeinsparverordnung EnEV, Barrierefreiheit und die Montage durch kompetente Fachbetriebe mit Gütesiegel – das alles wie immer bei uns mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere geschätzten Kunden.

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