Schallschutzfenster Berlin

Schallschutzfenster sind gerade in einer belebten Großstadt wie Berlin ein Muss. Zu der wärmedämmenden Wirkung wird also auch eine schalldämmende Funktion von Fenstern benötigt. Jedoch gibt es bei den Schallschutzfenstern große Unterschiede. Dazu kommt, dass Lärm nicht gleich Lärm ist. Um einen effizienten Schallschutz zu erreichen, müssen also verschiedene Berechnungen durchgeführt werden. Darüber hinaus sollten Sie nicht ausschließlich auf das Fenster blicken, wenn es um Schallschutz geht.

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Lärm kann sehr vielfältig sein

Besonders in einer Stadt wie Berlin gibt es zahlreiche Lärmquellen. Sei es der großstadttypische Verkehrslärm, der mancherorts auch nachts nur geringfügig abebbt, oder Gegenden mit hohem Aufkommen von Restaurants und anderen Unterhaltungslokalitäten. Aber auch an touristischen Hotspots oder Durchgangsstraßen mit hohem Lkw-Aufkommen besteht durchaus eine höhere Lärmbelastung. Viele Menschen argumentieren dann sofort mit Schallschutzfenstern. Grundsätzlich ist das auch richtig, schließlich besteht hier das größte Potenzial für in Gebäude gelangenden Schall. Allerdings müssen noch weitere Faktoren berücksichtig werden. Das kann bedeuten, dass Sie eventuell auf hochdämmende Fenster verzichten können.

Nicht nur Schallschutzfenster sind eine notwendige Maßnahme zur Schallreduzierung im Wohnbereich

Schall wird durch die Luft übertragen. Deshalb muss die Gebäudefassade möglichst luftdicht sein. Verbindungen am Mauerwerk, wie an Türen oder Fenstern, müssen professionell und qualitativ hochwertig montiert und abgedichtet werden – andernfalls hilft Ihnen das beste Schallschutzfenster nichts. Es gibt aber auch zahlreiche Richtlinien, die Ihnen bei der Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen behilflich sind, die sich nicht nur auf die Fenster bzw. das Gebäude selbst beziehen.

  • Verkehrslärmschutz-Richtlinie (VLärmSchR97): Lärmschutz an Fernstraßen
    Verkehrswege-Schallschutzmaßnahmenverordnung (BlmSchV, Auflage beachten, Stand 2012: 24)
    Akustik 23 (Lärmschutzmaßnahmen an Bahnwegen (seit 24. BlmSchV nicht mehr angewandt)
Für die Dämmung am Haus (Fenster, Fassade) kommen die folgenden Richtlinien zum Tragen:
  • VDI Richtlinie 2719: Schalldämmung von Fenstern (nicht Hochbau!)
    DIN 4109: Schallschutz im Hochbau

Außerdem gibt es natürlich die entsprechenden Regelungen auf europäische Ebene unter DIN EN 12354. Allerdings sind diese für Behörden noch nicht verbindlich. Daher sind Berechnungen auf Grundlage dieser Normen derzeit nicht relevant (Stand 2014).

Nicht immer liegt der Schallschutz in Ihrem Verantwortungsbereich und belastet auch nicht Sie finanziell

Die Schallschutzmaßnahmen in der Umgebung, also nicht am Haus, sind durchaus von Bedeutung für Sie. Bei geeigneten Maßnahmen besteht kein Bedarf an hochdämmenden Fenstern, die womöglich nicht mehr zu öffnen sind und so die Lebensqualität maßgeblich einschränken würden. Darüber hinaus kann die Verantwortung dafür bei der Stadtverwaltung oder dem Wohnanlagenbetreiber liegen. Das bedeutet auch, dass die Kosten durch den Verantwortlichen zu übernehmen wären und Sie viel Geld sparen, aber auch an Wohnqualität gewinnen, da öffnende Fenster verbaut werden können.

Die verschiedenen Schallschutzklassen für Schallschutzfenster

Die schalldämmenden Fenster sind für eine leichtere Berechnung wieder in unterschiedlichen Schallschutzklassen definiert. Ausschlaggebend ist dabei das Schalldämmmaß Rw, das sich aus Schallraum (Senderaum) L1 minus Innenraum (Empfangsraum) L2 ergibt. Einfluss haben darüber hinaus die Fläche der Trennwand S und die äquivalente Schallabsorptionsfläche des Innenraums (Empfangsraum) A2. Je größer R, desto besser die Schalldämmung.

  • Schallschutzklasse 1: 25 bis 29 dB
    Schallschutzklasse 2: 30 bis 34 dB
    Schallschutzklasse 3: 35 bis 39 dB
    Schallschutzklasse 4: 40 bis 29 dB
    Schallschutzklasse 5: 45 bis 49 dB
    Schallschutzklasse 6: > 50
Weitere Schallberechnungsgrundlagen

Dabei haben Sie auch „Recht auf Ruhe“, bestimmte Schallgrenzen dürfen also nicht überschritten werden.

  • Wohnräume tagsüber: Wohngebiete, Krankenhaus- und Kurgebiete(a): 30 bis 35 dB (Lm), max. 40 bis 45 dB (Lmax)
    Wohnräume tagsüber: sonstige Gebiete (b): Lm 35 bis 40 dB, Lmax 45 bis 50 dB
    Schlafräume nachts: a) Lm 25 bis 30 dB, Lmax 35 bis 40 dB
    Schlafräume nachts: b) Lm 30 bis 35 dB, Lmax 40 bis 45 dB

Beim Schlafraum wird dabei der lauteste Zeitpunkt nachts als Grundmaß gemittelt. Außerdem gibt es je nach spezifischer Lage noch Korrekturen, die vom VDI herausgegeben wurden. K ist dabei das Korrekturmaß in dB:

  • Bahnstrecken mit vornehmlich Personenverkehr: K ist 0
    alle anderen Bahnstrecken: K ist 3
    innerstädtische Straßen: K ist 6
    andere Straßen: K ist 3
    Verkehrsflughäfen: K ist 6
Die Schallschutzberechnung erfordert komplexe Berechnungen

Dazu kommen noch viele weitere Daten und Korrektursummanden, die sich nach örtlichen Gegebenheiten und den Anforderungen eines Raums (Wohn- oder Schlafbereich, Praxis, Büro, Schule) richten. Insgesamt sind die Berechnungen daher sehr komplett – insbesondere, da Sie auch die Schallschutzmaßnahmen um das Gebäude berücksichtigen sollten bzw. diese bei gegebenen Möglichkeiten anzupassen sind.

Lärm ist nicht gleich Lärm und nicht jede Schallschutzmaßnahme greift gleich gut

Allerdings ist Lärm auch nicht gleich Lärm. Sie müssen zwischen hochwelligem und tiefwelligem (beispielsweise durch massiven Lkw-Verkehr) Schall unterscheiden. Je nach Schalldämmmaßnahme bei den Fenstern (doppelte oder dickere Glasscheiben, entsprechende Gasfüllung usw.), aber auch ausgehend davon, in welchem Winkel der Schall auf Ihre Fenster trifft, werden hohe oder tiefe Schallwellen weitgehend durch das Schalldämmglas geleitet. Also ist auch eine Beurteilung des Lärms bei Ihnen vor dem Haus wichtig, um festzustellen, wie sich dieser Lärm hauptsächlich zusammensetzt.

Vor dem Schallschutzfenster kommt eine individuelle, weitreichende Beratung

Gerade in einer Großstadt wie Berlin haben Sie es daher mit vielen unterschiedlichen Situationen zu tun. Einfach losgehen und das „erstbeste“ Schallschutzfenster zu kaufen, ist keinesfalls empfehlenswert. Stattdessen benötigen Sie eine ausführliche, auf Ihre Ausgangssituation bezogene Beratung. Bei dieser Beratung müssen auch die Maßnahmen einfließen, die im Verantwortungsbereich von Hausverwaltungen und der Stadt liegen. Schließlich bedeuten Schallschutzfenster einer niedrigeren Schallschutzklasse auch geringere Anschaffungskosten für Sie.

Einbau von Schallschutz- oder/und Wärmedämmfenstern nur vom Fachmann

Aber nicht nur die Beratung ist von höchster Bedeutung für Sie. Schallschutzfenster müssen Sie unbedingt von Handwerkern mit hoher Kompetenz einbauen lassen. Bei nicht korrektem Einbau werden Sie nicht nur weiter den Lärm in Ihrer Wohnung haben, weil Schallbrücken nicht neutralisiert wurden, auch Wärmebrücken können hier entstehen und so die Wärmedämmwirkung von Ihren neuen Fenstern massiv einschränken.

Ihr Ansprechpartner in und um Berlin

Bei all diesen Aspekten sind wir Ihnen umfänglich behilflich. Wir erklären den Bedarf anhand Ihrer Ausgangssituation, berechnen den tatsächlichen Bedarf und weisen Sie auch darauf hin, welche Maßnahmen durch Hausverwaltung oder Stadt zu übernehmen sind – falls noch nicht durchgeführt. Außerdem erhalten Sie mit uns auch Zugang zu erfahrenen und qualitativ ausgesprochen hochwertig arbeitenden Handwerkern, die Ihnen stets ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

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