Fenstermontage in Berlin und Brandenburg

Das Heimwerken gewinnt an immer größer werdender Bedeutung hierzulande. Selbst so schwierige Aufgaben wie das Montieren eines Fensters werden oftmals von Hobby-Handwerkern durchgeführt. Doch mit sämtlichen Anforderungen an die Energieeinsparverordnung (EnEV), die vor allem auf den heute machbaren technischen Möglichkeiten basiert, ist auch die Fenstermontage eine Arbeit, die viel Fachwissen und vorzugsweise entsprechende Erfahrungen abverlangt.

Selbst Betriebe, die Fenster montieren, erreichen nicht immer die notwendige Fensterdichtheit. Deshalb haben wir nachfolgend grob aufgeführt, wie eine Fenstermontage heute durchzuführen ist und auf welche Besonderheiten Sie achten sollten. Selbstverständlich vermitteln wir auch entsprechend hochwertig und dennoch kostengünstig arbeitende Fachbetriebe an Sie.

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Verlassen Sie sich keinesfalls auf scheinbar typische Arbeitsschritte bei der Fenstermontage

Einige Handwerksbetriebe, aber auch zahlreiche Heimwerker setzen die technischen Möglichkeiten bei der Fenstermontage nur bedingt um. Oft zu sehen sind bei der Fenstermontage noch PU-Schaum und Mauerankerpratzen bzw. Fensterschrauben, die gedübelt werden.

Schon vorweg möchten wir Ihnen eindringlich vermitteln, nehmen Sie Abstand von Betrieben, die so arbeiten! Diese Arbeitsweise ist restlos überholt und entspricht in keiner Weise den aktuellen Anforderungen an ein montiertes Fenster. Es gibt nur noch sehr wenige Ausnahmefälle, in denen die Verwendung von PU-Schaum geduldet werden kann, dann aber ebenfalls nicht dem technischen Stand entspricht.

Der technisch aktuelle Stand bei der Fenstermontage

Natürlich werden Sie sich jetzt fragen, wie denn der technische Stand aussieht. Die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) ist zunächst das Maß aller Dinge. Darin wird definiert, wie dicht ein Fenster sein muss bzw. welche Toleranzen es beispielsweise bei Alt- und Bestandsbauten gibt. Dabei decken sich die RAL-Gütegemeinschaften und die EnEV gegenseitig ab, was die technisch umsetzbaren Möglichkeiten betrifft.

Demnach kann ein Fenster heute so montiert werden, dass es absolut luftdicht ist. Viele Hausbesitzer wissen nun aber, dass selbst sehr dichte Isolierfenster aus den 1970ern und 80ern bereits erste Probleme bescherten, und seither Schimmel ein massives Problem ist.

Die korrekte Fenstermontage muss in Bezug auf den kompletten Hausbau gesehen werden

Hintergrund: der Fensterbau muss unbedingt in der Gesamtheit des Hausbaus gesehen werden. Jedes Steinchen greift ineinander und alles wurde über die Jahrhunderte weiter verfeinert und stetig verbessert. Ausgehend vom Keller steigt bei Alt- und Bestandsbauten viel Feuchtigkeit auf, weil eine absolut wasserdichte Kellerwanne über viele Jahrhunderte schlicht nicht realisierbar war. Selbst zahlreiche technische Ausführungen aus dem späten 20. Jahrhundert halten nur wenige Jahrzehnte. Diese Feuchtigkeit wird bei einem „klassisch“ gebauten Haus aber über das gesamte Haus entlüftet.

  • dampfdiffusionsoffene Wände
    diffusionsoffene, regelrecht „undichte“ Fenster
    entsprechend offene Verglasung im Keller
    Ausführung des Daches als Kaltdach, dass eine vollständige Entlüftung erfolgt
Der moderne Hausbau sieht dagegen gänzlich anders aus:
  • über viele Jahrzehnte dichte Keller (weiße Kellerwanne)
    diffusionsoffene Innenputze zur Feuchtigkeitsregulierung
    gesondertes Hausentlüftungssystem
    Warmdach
Dazu kommen die Veränderungen beim Fenster- und Türeneinbau:
  • hoch luftdichte Türen
    hoch luftdichte Fenster

Ab den 1980ern war das der größte Fehler, der gemacht wurde: es wurden hochdichte Fenster verbaut, die Häuser entsprechen in der technischen Konstruktion aber der klassischen Bauweise. Schimmel und Schwämme sind erst seit dieser Zeit ein so großes Thema.

Fenstermontage nach RAL

Die RAL-Gütegemeinschaft ist dabei eine neutrale Einrichtung, die einen Leitfaden herausgibt, nach dem man sich schon ab der Fenster- und Türenplanungsphase orientieren kann. Damit gehört dazu auch ein Leitfaden zur Fenstermontage. Allerdings bezieht sich die RAL-Güte dabei nicht auf die verwendeten Materialien, sondern vielmehr die technisch umsetzbaren Möglichkeiten. Die RAL-Vorgaben werden daher aus unterschiedlichen Gründen auch immer etwas „gut geredet“ bzw. dehnbar interpretiert – was aber nicht immer zwingend schlecht sein muss.

Besonderheiten der Richtlinien

So geben die RAL-Richtlinien bei der Fenstermontage beispielsweise ein Dichtband vor. Oft verwenden Handwerksbetriebe stattdessen Silikon oder Acryl. Auch entsprechende Dichtleisten bietet der Handel. Davon abgesehen, dass Acryl- und Silikonabdichtungen nicht dauerhaft wartungsfrei sind, machen sie aber unter Umständen im inneren Fensterbereich durchaus Sinn. Nämlich dann, wenn von außen bereits ein nach EnEV vorgeschriebenes Wärmedämmverbundsystem (WDVS) montiert wurde.

Dann müssen aber die Fenster entsprechend nach außen gesetzt werden. Das WDVS übernimmt dann bei einer Überlappung eine außenseitige, diffusionsoffene Abdichtung. Grund für diese Alternative ist vor allem der hohe Kostenaufwand für die Dichtbänder. Damit ist ein von den RAL-Richtlinien abweichendes Vorgehen nicht immer mit Pfusch oder minderwertiger Vorgehensweise gleichzusetzen. Aber der ausführende Betrieb sollte Ihnen genau diese Informationen zukommen lassen.

Die Fenstermontage nach RAL

Die Laibung muss glatt verputzt werden mit einem frostsicheren Mörtel oder Fliesenkleber. Dann kommt zwischen Fensterlaibung und Fensterrahmen dieses Dichtband. Nun wird der Rahmen eingepasst und mit Holzkeilen fixiert. Die Befestigung erfolgt mit speziellen Fensterschrauben, die ohne Dübel verschraubt werden. Die bisher verwendeten Ankerpratzen stellen eine Kältebrücke dar, führen damit zu Schwitz- bzw. Kondenswasser und in der Folge zu Schimmel.

Dabei gilt bei der Abdichtung: von außen nach innen immer dichter. Innen kommt eine luftdichte Dichtung, dann die Wärmeisolierung. Nun folgt eine diffusionsoffene Abdichtung an der Außenseite. Bei Altbauten kann diese auch nur schlagwasserdicht sein. Anschließend werden dann die Fenster eingesetzt und eingestellt. Die Verwendung von PU-Schaum ist dabei in keiner Weise mehr vorgesehen.

Energiepass und Niedrigenergiehaus

Vielerorts wird für einen Energieausweis ein Blower-Door-Test durchgeführt, also Luft eingeblasen. Je nach Bundesland sind diese Tests auch für den Status Niedrigenergiehaus zwingend vorgeschrieben. Der Blower-Door-Test wird bei der Verwendung von PU-Schaum mit großer Wahrscheinlichkeit fehlschlagen, da der Montageschaum zwar eine wärmedämmende Wirkung besitzt, aber auch luftdurchlässig ist.

Bei der Fenstermontage ist nach modernen Maßstäben sehr akkurates Arbeiten vorgesehen. Die besten Wärmedämmfester können ihre positiven Eigenschaften nicht entfalten, wenn sich durch die Fenstermontage Kältebrücken gebildet haben, an denen sich Kondenswasser sammelt. Übrigens wird auch der Schall durch die Luft übertragen. Guter Schallschutz setzt also ebenfalls gute Luftdichtigkeit voraus.

Gute Beratung ist zwingend notwendig

Bei uns erhalten Sie zur Fenstermontage nicht nur eine umfassende Beratung, wie und warum eine Fenstermontage bei Ihrem Gebäude aussehen muss bzw. sollte. Darüber hinaus erörtern wir auch alle Arbeitsschritte und bieten Ihnen den Kontakt zu entsprechenden Handwerksbetrieben. Außerdem umfasst die Beratung auch Zuschüsse, die durch Bund, Land und Gemeinden erhältlich sind. Außerdem können in bestimmten Fällen auch noch Zuschüsse wegen der Umsetzung von Barrierefreiheit erlangt werden.

Dabei sind wir keinem Fensterhersteller verpflichtet, das heißt, unsere Beratung erfolgt umfassend zu Ihrem Vorteil.

Es geht also nicht darum, spezielle Produkte anzupreisen, sondern tatsächlich das für Sie optimal passende Produkt samt aller dazugehörigen Punkte wie Zuschüsse und Montage zu erhalten.

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